Chronik des Hafens Wilhelmshaven

Chronik des Hafens Wilhelmshaven

1520

Mit dem Bau des 1. Kniphauser Siels beginnt die Geschichte des Rüstersieler Hafens, des ältesten, derzeit noch vorhandenen Hafens im heutigen Stadtgebiet von Wilhelmshaven.

1806

Weltweite Bedeutung des Rüstersieler Hafens zu Beginn der Kontinentalsperre: Kniphausen mit dem Rüstersieler Hafen wird von England und Frankreich als neutraler Staat anerkannt, was ein reges Handeltreiben zur Folge hatte. Dies blieb Napoleon jedoch nicht verborgen, deshalb erfolgt ->

1807

Aufhebung der Kniphauser Neutralität; trotzdem weiterhin Umgehung der Kontinentalsperre (Schmugglerschlupfwinkel).

1853

20.07.: Abschluss des Jadevertrages zwischen dem Königreich Preußen und dem Großherzogtum Oldenburg:
Preußen kauft dem Land Oldenburg über 300 ha Gelände für eine Flottenstation ab. Schon früher hatten andere die Vorteile der Jade erkannt und hier einen Kriegshafen geplant:

1623 - Graf Mansfeld
1681 - Dänemark
1795 - Russland und
1810 - Frankreich
Der Hafen Wilhelmshaven entsteht um das Fährhuk Heppens herum als Marinehafen des Deutschen Reichs.

1856 - 1870

Erster Bauabschnitt des Hafens.

1873

Wilhelmshaven erhält kommunale Erfassung

1875 - 1886

Zweiter Bauabschnitt des Hafens (zunächst als Handelshafen gedacht).

1900 - 1909

Dritter Bauabschnitt des Hafens.

1925

Vertrag mit dem Deutschen Reich, nachdem der nach dem 1. Weltkrieg nicht mehr benötigte größte Teil des Südhafens westlich der Kaiser-Wilhelm-Brücke durch Erbbaurecht in die Nutzung der privatwirtschaftlich geführten "Wilhelmshaven-Rüstringer Industriehafen- und Lagerhaus-AG" (WRIHALA) übergeht.

1934

muss die WRIHALA den Hafen wieder dem Reich zur Verfügung stellen.

1936 - 1942

Vierter Bauabschnitt des Hafens

1937

Die oldenburgische Stadt Wilhelmshaven entsteht durch die Zusammenlegung von Wilhelmshaven und Rüstringen.

1945

Auflösung der Kriegsmarine.

1946

05.05.: Anordnung des britischen Naval-Officer in Charge über die völlige Beseitigung der Werft und des Kriegshafens.

1949

Die Bundesrepublik Deutschland übernimmt als Rechtsnachfolger des Deutschen Reichs das Hafengebiet.

1955

Die ersten Bundeswehrbeamten der Marine nehmen ihren Dienst auf. Wilhelmshaven wird der größte Marinestandort Deutschlands.

1957

Bau des Ölhafens mit Umschlaganlage an der Jade und Tanklager auf dem Heppenser Groden durch die Nord-West Oelleitung GmbH (NWO).

1958

29.11.: Inbetriebnahme der NWO-Umschlaganlage mit der Ankunft der beiden Tanker "British Energie" und "Esso Frankfurt" - damit Beginn der Entwicklung des Hafens Wilhelmshaven zum Tiefwasserhafen Deutschlands.

1963

Nach Fertigstellung des neuen Rüstersieler Seedeichs ist an der Jade das Hafenerweiterungsgebiet Rüstersieler Groden entstanden.

1964

Wiederinbetriebnahme der großen Seeschleuse, heute einziger seewärtiger Zugang zum Inneren Hafen.

1968

Verlegung der Marine aus Cuxhaven nach Wilhelmshaven.

1972

Bau der Niedersachsenbrücke an der Jade vor dem Rüstersieler Groden durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven (WSA W) im Auftrage des Landes Niedersachsen (heute Nutzer: MIDGARD AG & Co).

1974

Nach Fertigstellung des neuen Voslapper Seedeichs ist an der Jade das Hafenerweiterungsgebiet Voslapper Groden entstanden.

1975

Bau einer Raffinerie auf dem Voslapper Groden mit 3. Umschlaganlage an der Jade durch die MOBIL AG (heute Eigentümer: Wilhelmshavener Raffineriegesellschaft mbH -WRG-).

1975

20.03.: Hafenauseinandersetzungsvertrag zwischen Bundesrepublik, Land Niedersachsen und Stadt Wilhelmshaven, mit dem der Bund - mit Ausnahme der für die Marine und für die Bundesbehörden benötigten Hafenteile - der Stadt Eigentum und Planungshoheit am größten Teil des Inneren Hafens überträgt. das Land erhält mit Nordhafen, Flut- und Pontonhafen einschließlich Nassauhafen, Altem Vorhafen und dem Gebiet Schleuseninsel den kleineren Teil des Inneren Hafens.

1977

Fertigstellung des Außenhafens Hooksiel als nördlicher Stützpunkt des Außenhafenbereichs "Jade-Region".

1979 - 1981

Bau der Umschlaganlage Voslapper Groden an der Jade durch das Land - WSA W / NHA W - (heute Nutzer: European Vinyls Corporation - EVC (Deutschland) GmbH).

1980

01.07.: Gründung des Niedersächsischen Hafenamtes Wilhelmshaven (NHA W), zuständig für den Landesteil des Inneren Hafens und für den Außenhafenbereich "Jade-Region" mit den vier großen Umschlagbrücken, mit dem Außenhafen Hooksiel sowie Hafenerweiterungsflächen im Rüstersieler- und Voslapper Groden.

1982 - 1990

Ausbau Nordwest-/Südwestkaje durch Stadt bzw. Stadtwerke Wilhelmshaven.

1986

01.01.: Städtischer Hafenteil ist gem. Ratsbeschluss vom 18.12.1985 in die Stadtwerke Wilhelmshaven als Betriebsabteilung eingebracht worden.

1992

Bau der Infrastruktur für ein 12 ha großes Massenschüttgutlager am Fuße der Niedersachsenbrücke im Rüstersieler Groden durch das Niedersächsische Hafenamt Wilhelmshaven.

1995

Neubau einer Kaianlage am Kanalhafen westlich der Deichbrücke durch die Stadtwerke Wilhelmshaven.

1981 bis heute

Ausbaumaßnahmen im Nordhafen durch das Niedersächsische Hafenamt Wilhelmshaven abschnittsweise:

  • Neubau des Hannoverkais, des Lüneburgkais und des Braunschweigkais.Ausbau des Osnabrücker-, Celler- sowie Hildesheimer Ufers.

  • Neubau von Straßen und Gleisanlagen.

  • Flächenherrichtung.

1985 bis heute

Ausbaumaßnahmen auf der Schleuseninsel durch das Niedersächsische Hafenamt Wilhelmshaven abschnittsweise:

  • Neubau des Aufliegerplatzes im Ausrüstungshafen.

  • Neubau der Mittelbrücke.

  • Ausbau des Ufers im Nassauhafen.

  • Neubau der Hafenaufsichtsstation.

  • Neugestaltung der Hafenverkehrsflächen am Helgoland- und Wangeroogekai sowie am Nassauhafen.

  • Neubau der Schleusenstraße als Haupterschließung

2001

01.07.: Neugründung des Niedersächsischen Hafenamtes Jade-Weser (NHA JW), zuständig für die bisherigen Bereiche der ehemaligen Niedersächsischen Hafenämter Brake und Wilhelmshaven, die zum 30.06.2001 aufgelöst wurden.

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Blick auf den alten Vorhafen


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